Lehr- und Besichtigungsreise des OGV Untertürkheim nach IRLAND vom 28. Juni – 04. Juni 2016
46 Mitglieder des OGV Untertürkheim machten sich am 28.Mai 2016 auf den Weg nach Frankfurt, um von dort nach Irland zu fliegen und die „Grüne Insel“ im Rahmen einer 8-tägigen Rundreise zu erkunden. Pünktlich landete der Fliege in Dublin, wo unser Reiseleiter Guido uns in Empfang genommen hatte. Nachdem unser Gepäck in unseren Bus verladen war, fuhren wir direkt ins Zentrum von Dublin. Nach dem Mittagessen erfolgte eine Stadtrundfahrt und der Besuch des Trinity Colleges mit dem berühmten Book of Kells. Zur Einstimmung auf Irland besuchten wir abends ein Windhund-Rennen und erlebten von unseren Logenplätzen im Stadion-Restaurant während des Essens diese typisch irische Sportart praktisch hautnah. Der nächste Tag führte uns in die Wicklow Mountains. Unser erstes Ziel dort war das Powerscourt-Anwesen mit den großartigen Park- und Gartenanlagen. Nachmittags stand die Besichtigung von Glendalough auf dem Programm. Diese ehemalige Klostersiedlung ist die Berühmteste in ganz Irland und strahlte trotz herrlichem Wetter eine gewisse mystische Atmosphäre aus. Abends erlebten wir ein weiteres Mal irische Tradition: ein Abendessen in einem Pub im quirligen Stadtviertel Temple Bar. Danach hieß es die Koffer packen, denn die Reise ging weiter in den Westen der Insel bis nach Galway. Auf dem Weg dorthin machten wir halt an der Klostersiedling Clonmacnoise, deren berühmtester Besucher in jüngster Zeit Papst Johannes gewesen war. Die Anlage liegt malerisch an einem weiten Bogen des Shannon-Flusses und bot herrliche Motive für die Fotografen in unserer Mitte. Auf dem Corrib-See unternahmen wir eine Schiffstour, genossen dabei leckeren Irish Coffee und einige Mitglieder lernten unter der Anleitung unseres weiblichen Kapitäns irische Tanzschritte. Die Stimmung war großartig und die Gesichter der Zuschauer strahlten mit der Sonne um die Wette. Von Galway aus unternahmen wir am vierten Tag einen Ausflug ins Connemara-Gebiet, eine in ihrer Einfachheit wunderschöne Landschaft mit Bergen, Seen und Reet gedeckten Häusern in der wie aus dem Nichts die herrlich an einem See gelegene Kylemore Abbey auftaucht. Berühmt ist diese Abtei für die Rosinenbrötchen, die zusammen mit Sahne und Marmelade gegessen werden und von den dort noch lebenden Benediktinerinnen selbst gebacken werden. Wir kamen natürlich in diesen wahrlich „himmlischen Genuss“ und konnten die Kalorien beim anschließenden Spaziergang entlang am See oder durch die sehr gepflegte Parkanlage der Abteil wieder abtrainieren. Nachmittags besuchten wir Martin O’Hara auf seiner Farm. Mit dem Traktor fuhren wir zur Behausung seiner Vorfahren und Martin zeigte uns, wie Torf gestochen wird und welch einfaches Leben die Torfstecher führten. Am fünften Tag packten wir erneut unsere Koffer und verstauten darin endgültig unsere Regenschirme. Bei Sonnenschein und wolkenlos blauem Himmel führte uns die Reise weiter Richtung Südwesten bis nach Killarney. Der wohl für die meisten landschaftliche Höhepunkt der Reise wartete heute auf uns: die berühmten Klippen von Moher, die sich auf einer Länge von sieben Kilometern erstrecken und senkrecht zum Atlantischen Ozean abfallen. Unser Aufenthalt hier war deshalb entsprechend lang, die Mittagspause verbrachten wir – meist mit einem Eis in der Hand – im gemütlichen Fischerdorf Lahinch und fuhren dann endgültig bis nach Killarney in unser Hotel direkt am eigenen Golfplatz.
Am nächsten Tag wartete ein weiterer landschaftlicher Leckerbissen auf uns: die Fahrt um den Ring of Kerry – eine der schönsten Küstenstraßen in Europa. Immer wieder neue Landschaftsbilder und Küstenabschnitte begleiteten uns den ganzen Tag. Einen Stopp legten wir bei der Kells Schaf Farm ein. Dort zeigte uns Brendan vor einem großen Publikum, wie seine Hirtenhunde die Schafherden zusammen halten. Am späten Nachmittag begeisterten uns die prächtig blühenden Rhododendren im Park des Herrenhauses Muckross, in dem man leicht einen ganzen Tag verbringen könnte. Schon hieß es Koffer packen, Abreise und Fahrt Richtung Dublin. Unterwegs machten wir Halt am geschichtsträchtigen Festungsfelsen Rock of Cashel, der heute Nationaldenkmal ist und dessen Ruinen von einer großen Vergangenheit erzählen können. Am Nachmittag bereits erreichten wir den Dubliner Vorort Saggart und bezogen dort unser Hotel für die letzte Nacht während der Reise. Am Morgen ein letzter Blick auf den Golfplatz, eine letztes Mal das rustikale irische Frühstück und dann ging die Fahrt zum Flughafen, wo wir unserem hervorragenden Reiseleiter Guido und nicht minder schlechtem Fahrer Roger „Bye Bye“ sagen mussten. Eine tolle Woche lag hinter uns, wir erlebten freundliche Menschen und irische Gastfreundschaft, wir genossen die herrlichen Landschaften und Sehenswürdigkeiten und vor allem ein „Jahrhundert-Wetter“ mit stets blauem Himmel und nicht einem einzigen Regentropfen. Fáilte go hÉirinn….


